Bio-Aktien: Gesunde Ernährung ist auch gut fürs Depot

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Ob Currywurst, Burger, Bier oder Bratkartoffel – der Deutsche isst gerne klassische Speisen, die ruhig auch einmal richtig deftig sein können. Die Folge? Die Deutschen sind zu dick. Doch immer mehr Bundesbürger möchten endlich die überschüssigen Pfunde loswerden, sich gesund und zudem auch umweltbewusst ernähren. Auch wenn es innerhalb Deutschlands noch viel Nachholbedarf gibt, weil der Deutsche noch immer viel zu wenig Gemüse und Obst als von der Gesellschaft für Ernährung (kurz: DGE) empfohlen zu sich nimmt, so befindet man sich aber zumindest auf dem richtigen Weg, wenn es um die Konsumation von Lebensmitteln ohne künstliche Aroma- und Farbstoffe und ohne Gentechnik geht. Des Weiteren achten immer mehr Deutsche auf den Zucker-, Fett- und Salzgehalt von Lebensmitteln und berücksichtigen auch die Kalorien einer Speise, bezugnehmend natürlich auf den eigenen Tagesbedarf. Bleibt der aktuelle „Trend“, so werden die Deutschen wohl demnächst wieder eine Spur schlanker werden.

Deutsche interessieren sich immer mehr für die Herstellung und Herkunft einzelner Lebensmittel

Doch nicht nur die Inhaltsstoffe sind entscheidend – es geht den Deutschen sehr wohl auch um die Herstellung und auch um die Herkunft der einzelnen Lebensmittel. Verzichtet man dabei auf Pestizide, industrielle Düngemittel, Zusätze in Tierfutter und auf Wachstumsregulatoren, so kann von einem „biologisch produzierten Lebensmittel“ gesprochen werden. Dabei handelt es sich um einen Markt, der in den letzten Jahren gehörig gewachsen ist. Auch Börsianer wissen das – wer sich mit Wertpapieren befasst, der wird bemerkt haben, dass der Bio-Trend vor allem bei den US Unternehmen erkennt werden kann. Dabei geht es etwa um United Natural Foods (45 US Dollar/Aktie).

Der Kurs des Unternehmens ist in den letzten Jahren förmlich explodiert. Vor allem dann, wenn man die Entwicklung des Wertpapiers mit der Entwicklung der etablierten US Lebensmittelaktien der größten Einzelhandelskette Walmart vergleicht. So auch, wenn General Mills, ein extrem umsatzstarker US Lebensmittelhersteller, mit United Natural Foods, dem wohl größten US Produzenten von Bioprodukten, verglichen wird. Das Wertpapier des Öko-Konzerns schnitt um rund 250 Prozentpunkte besser als der US Lebensmittelhersteller ab. Ein Trend konnte auch bei den Biogetränken beobachtet werden. So lag das Wertpapier von Green Mountain Coffee Roasters, einem ökologischen Kaffee-Pad-Hersteller, beim Wertezuwachs um etwa 1250 Prozentpunkte vor dem Nestlé-Konzern.

Neues Gesundheitsbewusstsein treibt auch die Aktienkurse in die Höhe

Doch warum funktioniert gerade jetzt das neue Gesundheitsbewusstsein an der Börse? Vor allem liegt es an den hohen Margen – also am Anteil des Umsatzes, der als Gewinn nach den gesamten Abzügen übrig bleibt. Die Öko-Konzerne können von der Kundschaft durchaus hohe Preise verlangen – sie bezahlen nämlich gerne einen höheren Preis, sofern sie auch wissen, ein qualitativ hochwertiges Produkt zu bekommen. Liegt etwa die Marge des klassischen Lebensmittel-Einzelhandels bei rund 3 Prozent, so beträgt sie bei den Öko-Konzernen zwischen 30 und 35 Prozent.

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